St. Ulrich am Waasen

St. Ulrich am Waasen

St. Ulrich am Waasen war bereits vor  rund 6000 Jahren besiedelt, dies beweist das Köpfchen einer Tonstatutte, das bei Ausgrabungen im Gemeindegebiet gefunden wurde. Dieses Köpfchen gilt als die älteste Darstellung eines Menschen in der Steiermark.

Aus einer Urkunde des Jahres 1434 geht hervor, daß St. Ulrich am Waasen vor mehr als 500 Jahren ein Hof der Herrschaft von Waasen war und daß Anna von Stubenberg, die damalige Herrin von Waasen , die Parzelle, auf der heute die Kirche von St. Ulrich am Waasen steht, der Pfarre von Heiligenkreuz vermacht hat.

Schloß Waasen

Schloß Waasen

Das Schloß Waasen ist ein mächtiger und dreistöckiger Viereckbau mit einem schönen, fast quadratischen Arkadenhof. Der Bau, der an einer Ecke durch einen Rundturm verstärkt ist, wird von einem mächtigen Viereckturm – vermutlich handelt es sich um den alten, aber vielfach umgestalteten Bergfried überragt. Seine Aufgabe war es einst, die Straße aus dem Stiefingtal in das Grazer Feld zu sperren. Die Burg dürfte im 12. Jahrhundert als einfacher Wehrbau errichtet worden sein. Seit 1208 erscheint in den Urkunden ein Otto von Waasen auf, der sich höchstwahrscheinlich nach der Burg nannte.

Er nimmt in den Zeugenreihen keinen hervorragenden Platz ein und steht meist zwischen den kleineren landesfürstlichen Ministerialen. Das Geschlecht der Waasner scheint 1370 mit Wilhelm dem Waasner ausgestorben zu sein. Seine Tochter Agnes versetzte Schloß und Herrschaft Waasen 1375 an die Brüder Wilhelm und Erasmus von Perneck. Als Erasmus von Perneck starb, fiel sein Erbe an seinen Bruder Wilhelm. Auf die Pernecker folgten 1523 die Holzapfel und von 1612 bis 1809 war Waasen dann Besitz der Grafen Galler. 1809 kaufte diese Herrschaft Graf von Lichtenstein, dann besaß sie noch H. Mulah, Graf Gaißruck. Von 1817 bis 1872 war die Familie des Herren Carl Lewohl Eigner des Schlosses. Heute ist es Privatbesitz.

Die Schloßkapelle wurde erstmals 1434 erwähnt.

Die Kirche zum Hl. Ulrich ist ein gotischer Bau, mit gratigem Kreuzgewölbe. An Ihrer Ostseite schließt der Friedhof an. Darin steht ein Bildstock des heiligen Ulrich.

An dieser Stelle errichtete der Ritter Otto von Waasen im Jahre 1125 das Erbbegräbnis für seine Familie und ließ darüber eine Kapelle erbauen. 1370 wurde der letzte Waasener Ritter dort begraben und die Gruft aus nicht bekannten Gründen zugeschüttet. Im Jahre 1434 widmete Anna von Stubenberg, eine Erbin des Schlosses, die Parzelle der Pfarre Heiligenkreuz. Hier wurde 1442 die heutige Kirche erbaut. Die erste Glocke stiftete Graf Sigmund Galler, ein einstiger Besitzer des Schlosses. In einem Vertrag wurde damals festgelegt, daß an jedem dritten Sonntag und an bestimmten hohen Festtagen hier die Messe gelesen werden soll. Dieser Vertrag hielt bis zum Jahre 1938. An der Nordseite steht eine denkmalgeschützte Linde, unter der sich eine alte Feldkanzel befindet. In der Kirchenmauer ist der Grabstein des hier begrabenen Ortsrichters der Herrschaft Waasen, Johann Edler von Paumann, zu sehen. Hier soll auch die schöne Emma von Weißenegg, ehemals Herrin des Schlosses begraben sein. Ein altes Wappen des Geschlechtes derer von Waasen ist nach heute in der Kirche zu sehen.
Friedhof mit barocker Palmweihkapelle , Altar um 1620.

Der Hl. Johann Nepomuk aus Mitte des 18. Jahrhunderts, restauriert 1960

 

Hlg. Ulrich

Hlg. Ulrich

Der Hl. Ulrich aus dem 18. Jahrhundert.

Die Steinstatuen sind im barocken Stil gearbeitet.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Der Ulrichsbrunnen

Der Ulrichsbrunnen

Der Ulrichsbrunnen: Im spätgotischen Stil am nordöstlichen Ortsrand erbaut, drei riesige Ulmen, unter Naturschutz stehend, breiten ihre schützenden Arme über dieses stilvolle und schlichte Bauwerk.

[ssba]
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